Geschichte Orientierungslauf Oberaargau

Der OL Oberaargau mit Vereinssitz in Langenthal wurde 2025 durch den Zusammenschluss der drei Vereine OLG Huttwil, OLG Herzogenbuchsee und OLV Langenthal gegründet. Der Fusion war ein rund zweijähriger Evaluationsprozess vorausgegangen mit dem Ziel, die idealste Art der Zusammenarbeit zu definieren. Unter Berücksichtigung der stetig wachsenden Anforderungen an Sportvereine in der heutigen Zeit, nach Analyse der Stärken und Schwächen jedes Vereins sowie vor dem Hintergrund der langen Tradition des Austauschs unter den drei Vereinen wurde die Gründung eines gemeinsamen Vereins beschlossen.

Damit ist bereits gesagt, dass der OL Oberaargau auf einer langen Tradition aufbauen kann. Die drei Oberaargauer OL-Klubs dürfen zusammen auf 175-Jahre Klubgeschichte und mehr als hundert erfolgreich organisierte Wettkämpfe zurückblicken.

Die Anfänge des Orientierungslaufs im Oberaargau reichen bis in die 1950er Jahre zurück. Die Organisation von Schüler-OLs mündete sowohl in Huttwil (1959) als auch in Herzogenbuchsee (1961) in der Gründung einer OL-Gruppe. Die Anfänge der OLV Langenthal (gegründet 1980) gehen auf eine erstarkende OL-Bewegung im Raum Langenthal in den 1970er Jahren zurück.

Gleich zu Beginn ihrer Klubgeschichte machten sich alle drei Vereine einen Namen als umtriebige und gute Organisatoren von Schüler-OLs und später von regionalen und nationalen Wettkämpfen sowie von Schweizermeisterschaften. Auch internationale Mehrtagesläufe, Jugend-Europameisterschaften und Weltmeisterschaften für Studierende wurden organisiert und durchgeführt. So schufen sich die Oberaargauer Vereine von Anfang an einen festen Platz in der Schweizer OL-Szene. Bei grossen Anlässen bildeten die Oberaargauer jeweils eine überkantonale Organisations-Gemeinschaft mit den Vereinen aus Biberist-Solothurn, Olten und dem Bucheggberg (impOLs-Förderverein). Eine gute Zusammenarbeit zwischen den Huttwilern, «Buchsern» und Langenthalern gab es seit jeher auch im Nachwuchsbereich in Form von Kursen, Lagern und Förderprojekten.

Die Oberaargauer Orientierungsläufer*innen zeichneten sich in der Schweizer OL-Szene nicht nur durch ihre organisatorischen Erfolge aus. Sie vertraten auch an Europa- und Weltmeisterschaften die Farben der Schweiz und eroberten auf höchster Stufe zahlreiche Medaillenplätze. Die internationalen Aushängeschilder aus den Anfängen des OLs im Oberaargau waren Martin Howald, Fritz Aebi, Guido Rhyn, Barbara Moser, Franziska Rochat-Moser und Toni Held. Die nächste Generation von Spitzenathleten nach der Jahrtausendwende wurde repräsentiert durch Florian Howald, Sarina Jenzer, Bettina Aebi, Marion Aebi, Severin Howald, Jonas Geissbühler und Ellen Reinhard. An Klubstaffeln und Mannschaftsläufen mischten die Teams aus dem Oberaargau immer wieder ganz vorne mit.

Eine wichtige Grundlage der sportlichen und organisatorischen Erfolge sind die Wälder – und auch die Ortschaften – des Oberaargaus. Hervorragend kartiert und auf die Bedürfnisse des Sports zugeschnitten, boten und bieten sie beste Voraussetzungen für Trainings, für kleine, aber auch für die ganz grossen Wettkämpfe. Der neue Verein OL Oberaargau kann darauf zurückgreifen und davon profitieren.

 

Eine ausführliche Darstellung der Geschichte des OL im Oberaagau findet sich im Buch «Sport im Oberaargau» herausgegeben voDonerstag Club Oberaargau unter der Leitung von Simon Kuerterschienen im Herausgeber-Verlag (2021)